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Studie zur Sauerstofftherapie bei zu kleinen Herzstrukturen

HYPEROX-Studie

In die HYPEROX-Studie können Schwangere aufgenommen werden, bei deren ungeborenem Kind vor der 32. Schwangerschaftswoche eine Unterentwicklung der linken Herzseite beobachtet wird. 

Hauptziel der Studie ist es, die Wirksamkeit von Sauerstoffgaben in der Spätschwangerschaft auf das Wachstum zu kleiner Linksherz- und Gefäßstrukturen nachzuweisen. Geprüft wird also ein nichtinvasives Behandlungskonzept. Schon eine geringe Erhöhung des Sauerstoffanteils in der Atemluft der Schwangeren bewirkt beim ungeborenen Kind eine stark vermehrte Lungendurchblutung. Diese vergrößert den Bluteinstrom in den linken Vorhof und die linke Herzkammer, was als Wachstumsreiz dienen und zum Nachholwachstum unterentwickelter Strukturen führen könnte

Untersucht wird natürlich auch die Sicherheit der Behandlung für Mutter und Kind – und bei wie vielen Patienten später ein normaler Zweikammer-Kreislauf vorliegt. 

Jede Studienteilnehmerin wird nach dem Zufallsprinzip einem der beiden Studienarme zugeordnet: Die Behandlung mit Sauerstoff erfolgt entweder ab der Schwangerschaftswoche 32+0 bis zur Geburt (Arm A) oder ab der Schwangerschaftswoche 35+0 bis zur Geburt (Arm B = Kontrollarm), und zwar ganz überwiegend daheim, jeweils mit einer Nachbeobachtung für 12 Monate. 

Einschlusskriterien

  • Alter ≥ 18 Jahre
  • Einlingsschwangerschaft
  • Schwangerschaft im 3. Trimenon, vor der Schwangerschaftswoche 32+0
  • A.-uterina-Doppler mindestens auf einer Seite unauffällig 

  • Diagnose eines Herzfehlers mit echokardiographischem Nachweis von mindestens einer deutlich unterentwickelten Linksherzstruktur, z.B. der Mitral- oder Aortenklappe
  • ausreichende fetale Herzfunktion

Ausschlusskriterien

  • Raucherin
  • Mehrlingsschwangerschaft
  • Alkohol- oder Drogenmissbrauch
  • extreme Adipositas (BMI 40)
  • vorbestehender insulinpflichtiger Diabetes mellitus
  • geburtshilfliche Probleme, die eine vorzeitige Entbindung erwarten lassen
  • bekannte Hämoglobinopathien
  • mäßige bis schwere Herzinsuffizienz, hämodynamisch relevanter Herzfehler 
  • schwere chronisch-obstruktive Lungenerkrankung 

Studienleiter und Kontakt für weitere Informationen