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Intrauterine Bluttransfusionen

Intrauterine Bluttransfusionen, also die Übertragung von Blutbestandteilen auf das ungeborene Kind, stellen eine wichtige Therapiemaßnahme bei Blutarmut (Anämie), z.B. aufgrund von mütterlichen Infektionen (u.a. Ringelröteln, Zytomegalie) oder aufgrund mütterlicher Antikörper gegen kindliche Blutbestandteile, dar. Dank der hohen Auflösung heutiger Ultraschallgeräte ist eine solche Transfusion meist direkt in die Nabelschnurvene möglich. Hierbei erfolgt eine ultraschallkontrollierte Punktion der kindlichen Nabelschnur durch die Bauchdecke. Nach Bestimmung der relevanten Blutwerte (Hämoglobin, Hämatokrit) im Schnellverfahren wird eine speziell auf das ungeborene Kind abgestimmte, genau berechnete Menge an Blut transfundiert. Auch bei einem Mangel an Blutplättchen (fetale Thrombozytopenie) kommt dieses Verfahren zum Einsatz.